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FP6

Content : For The Public (DE)
Posted on Friday, May 04 @ 16:13:39 EEST by admin
For The Public
 
The Apotherapy project: information for the public (March 2007)
(Also available in: GR[GR] - CZ[CZ] - FI[FI] - DE[DE] - IT[IT] - SE[SE] - EN[EN] )

Das Apotherapy-Projekt: Europäische Wissenschaft zur Krebs-Therapie           
                       
Die meisten von uns kennen jemanden, dessen Leben durch Krebs betroffen ist. Trotz Fortschritte in der medizinischen Forschung im Laufe der letzten Jahrzehnte bleibt diese Krankheit eine Haupttodesursache in entwickelten Ländern. In der Europäischen Union ist fast jeder fünfte Todesfall durch Krebs bedingt.

Der Begriff „Krebs“ beschreibt eine Reihe von Erkrankungsformen, die alle auf die unkontrollierte Vermehrung von „entarteten“ Körperzellen zurückzuführen sind. Krebs-Zellen können sich rasch teilen und einen Tumor im Körper bilden. In einigen Fällen können sich dann Krebs-Zellen aus einem Tumor lösen und zu einer anderen Stelle im Körper wandern. Dieser Vorgang, der als Metastasierung bezeichnet wird, kann zur Entstehung von sekundären Tumoren führen.

Heute sind spezifische Behandlungen für individuelle Krebs-Formen verfügbar, durch die die Überlebenschance von Krebspatienten deutlich erhöht werden kann. Die gängigen Behandlungsmethoden, wie Chemotherapie und Strahlentherapie, garantieren jedoch nicht immer eine langfristige Heilung und die einhergehenden Nebenwirkungen können einen enormen Einfluss auf das Leben von Krebs-Leidenden ausüben.

Aufgrund der steigenden Lebenserwartung der europäischen Bevölkerung und der höheren Wahrscheinlichkeit mit zunehmendem Alter an Krebs zu erkranken, ist es notwendig das Problem Krebs weiter anzugehen und neue Therapien mit größerer Wirkung und geringeren Nebenwirkungen zu entwickeln.

Die Europäische Union bietet in regelmäßigen Abständen finanzielle Unterstützung für bestimmte wissenschaftliche Vorhaben an, an denen Arbeitsgruppen verschiedener EU-Länder kooperativ zusammen arbeiten. Apotherapy ist eines der Projekte, das durch das Rahmen-Programm 6 (FP6) der EG-Kommission für Lebenswissenschaften und Gesundheit gefördert wird. Das Projekt ist eine Forschungs-Kollaboration zwischen Experten aus 7 europäischen Ländern. Es vereinigt Wissenschaftler der Grundlagenforschung und der Biotechnologie sowie praktizierende Onkologen, die täglich im Kontakt mit Krebs-Patienten stehen.Die Kompetenzen der einzelnen Forschungsteams soll durch das Apotherapy Projekt gebündelt werden und zur Entwicklung und Testung neuer Antikrebs-Mittel führen. Diese Mittel sollen für eine Vielzahl verschiedener Tumor-Typen mit minimalen Nebenwirkungen anwendbar sein.

Das Projekt beruht auf einem Protein, CD40, das in geringen Mengen auf der Oberfläche von verschiedenen Zelltypen des Körpers gefunden wird. Eine wichtige Funktion von CD40 besteht darin, die körpereigene Abwehr gegen Krankheitserreger, wie Viren und Bakterien, zu initiieren und zu „koordinieren“. Interessanterweise haben Studien gezeigt, dass das CD40 Molekül auch eine Form des kontrollierten Zelltodes - Apoptose genannt - in Tumor-Zellen hervorrufen kann. Der Zelltod und seine Kontrolle sind kritische Funktionen für den Körper, da die Eliminierung von beschädigten Zellen für die Gesundheit des Organismus notwendig ist. CD40 ist auch dafür bekannt, körpereigene Abwehrmechanismen gegen Krebs-Zellen zu aktivieren; ein komplizierter Prozess, der als Antitumor-Immunantwort bezeichnet wird. 

CD40 führt jedoch diese Funktionen nicht zu jeder Zeit durch, vielmehr muss es, je nach Notwendigkeit, von seinem Protein-Partner oder „Liganden“ CD40L aktiviert werden. Die Funktion eines „Liganden“ besteht darin an sein Zielmolekül zu binden um so eine Kaskade von Zellereignissen auszulösen, die unterschiedliche Folgen für die Zelle, einschließlich ihres eigenen Todes, haben können.

Die biologischen Qualitäten des CD40 Proteins machen es zu einem idealen Kandidaten für die Basis eines neuartigen, potenziell starken und vielseitigen Antitumor-Werkzeugs. Apotherapy wird synthetische, mikroskopisch kleine Träger entwickeln, um den „Signalgeber“ (CD40L) an die Oberfläche von Tumor-Zellen zu liefern, der dann CD40 aktivieren kann (Abbildung 1). Wissenschaftler von der Firma Novosom AG in Deutschland werden Liposomen-basierende Träger entwickeln, die gezielt von der Tumor-Masse aufgenommen werden. Dieses effiziente System wird als „zielgerichteter Gen-Transfer“ bezeichnet und bietet die Möglichkeit eine Krebs- Therapie genau dorthin zu leiten, wo sie erforderlich ist, ohne dass es zur Schädigung von normalem Umgebungsgewebe kommt.

Zeitgleich arbeiten erfahrene Wissenschaftler in Finnland, Griechenland und Schweden, unter der Leitung von Dr. Hemminki, Dr. Eliopoulos bzw. Dr. Loskog daran, Viren herzustellen, die das CD40 Liganden-Gen zu Tumoren liefern können. Die Wissenschaftler werden ein gewöhnliches Schnupfen-Virus (Adenovirus) verwenden, das im Laboratorium so modifiziert wird, dass alle unerwünschten Virengene gegen das CD40L Gen ausgetauscht werden. Auf diese Weise wird eine Art „trojanisches Pferd“ konstruiert, durch das es möglich ist CD40L in Tumor-Zellen einzuschleusen. Die Produktion des CD40L Proteins und die Interaktion mit seinem Partner CD40 an der Zelloberfläche soll dann das Schicksal der Tumor-Zellen besiegeln; die Wissenschaftler hoffen, dass es zu einem CD40-veranlassten Tod der Tumor-Zellen kommt. Darüber hinaus wird erhofft, dass das Immunsystem aktiviert wird und jede Tumor-Zelle im Körper aufspürt und zerstört (Abbildung 2).

Ein Team von Histologie-Experten, geführt von Dr. Ehrmann in Tschechien, wird dafür verantwortlich sein, die zellulären Auswirkungen einer CD40 Aktivierung sowohl  für den Tumor als auch für umgebendes Gewebe zu analysieren. Diese Untersuchungen sind notwendig, da sie zum Verständnis beitragen, welche möglichen Konsequenzen eine kurz- bzw. langfristige CD40L-Behandlung mit sich bringt.

Forschergruppen aus Italien und Großbritannien, unter der Leitung von Dr. Broginni bzw. Dr. Falasca, werden sich damit beschäftigen, wie das Auslösen CD40-induzierter Prozesse noch effizienter (Abbildung 3) gemacht werden kann. Eine Vielfalt zellulärer „Bremsen“ sorgt nämlich dafür, dass der Zelltod einer streng geregelten Kontrolle unterliegt, die im Normalfall eine durch CD40-inuzierte Tötung der Zelle verhindert. Gelingt es diese „Bremsen“ in Tumor-Zellen zu inaktivieren, so  wird erhofft, dass die durch CD40-ausgelösten Todessignale zu einem effizienten Absterben der Tumor-Zellen führen. Für die Entwicklung CD40-basierender Antitumor-Therapien ist es deshalb notwendig, diese hemmenden Pfade zu identifizieren, zu analysieren und sie durch geeignete Wirkstoffe zu inaktivieren.

Jede Forschergruppe im Apotherapy Projekt wird jeweils von einem wissenschaftlichen Leiter geführt. Das Projekt als Ganzes wird durch Dr. Aristides Eliopoulos, Leiter der griechischen Forschergruppe, koordiniert. Das Apotherapy Konsortium aus Wissenschaftlern, Klinikern und Forschern wird jährlich zusammentreffen, um im Detail den Fortschritt jeder Gruppe zu überprüfen.
Die Ziele für die Forschung sind gesteckt worden, und wir hoffen diese nicht nur zu erreichen, sondern einen Schritt weiter zu gehen und die gewonnenen Erkenntnisse im Kampf gegen Krebs einsetzen zu können.
Gegen Ende der dreijährigen Finanzierungs-Periode werden wir eine Finanzierungs- Verlängerung bei der EG-Kommission beantragen mit der Hoffnung, CD40-basierende Therapien in klinischen Studien untersuchen zu können.
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Apotherapy: „CD40 Liganden-basierende Modalitäten für die Behandlung von soliden Tumoren“.

Vertragsnummer: 037344
Totalkosten: 2,110,263 €

Kommissionsfinanzierung: 1,895,900 €

 

Apotherapy




 
CD40, cancer, therapy, PI3 kinase, immunotherapy, gene therapy, signaling, European Commission Program, FP6, Virtual Medical Lab, Faculty of Medicine, University of Crete
 
 



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